Die Angehörigengruppe

Liebe Angehörige,

 

wir möchten Sie ganz herzlich einladen zu einem Treffen, bei dem wir Erfahrungen im Umgang mit der Knochenmark-/ Stammzelltransplantation und ihren Begleitumständen austauschen wollen.

 

Aus vielen Berichten und aus eigener Erfahrung wissen wir, wie wichtig die Unterstützung durch Angehörige während der Vorbereitung auf die Transplantation und danach ist. Wie gut Patienten die Belastungen verarbeiten können und welcher Erfolg mit der Behandlung erreicht werden kann, hängt in vielen Fällen entscheidend von der Unterstützung durch nahe Angehörige ab.

 

Die Erfahrung zeigt aber auch, dass das Miterleben der Behandlung und die Begleitung sehr belastend und fordernd sein können. Der Anspruch und die Erwartung stark zu sein, die Notwendigkeit viele ungewohnte Aufgaben mit zu übernehmen, können so viel fordern, dass die eigenen Kräfte nicht ausreichen.

 

Wir wollen Angehörigen daher eine Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung in einer offenen Gruppe geben.

Möglichkeiten in der Angehörigengruppe

Die Gruppe soll folgendes bieten:

  • durch Erfahrungsaustausch Unterstützung zu finden oder weiterzugeben
  • mit einer veränderten Lebenssituation zurechtzukommen
  • eigene Gefühle zu reflektieren
  • das Wahrnehmen eigener Grenzen zu fördern
  • Antworten auf offene Fragen zu finden.

Wann wir uns treffen

Die Gruppe trifft sich in der Regel an jedem 1. Mittwoch im Monat (außer in den Sommerferien). In Ausnahmefällen wird das Treffen um eine Woche verschoben, jedoch mit rechtzeitiger Vorankündigung.

 

Die Treffen finden um 18:00 Uhr im Konferenzraum der KMT, Gebäude O24, 2. OG im Raum 233, statt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!                                                Die genauen Termine finden Sie hier.

Wir leiten die Gruppe

 

 

Linda Ladwig,

Gepr. Psychologische

Beraterin (ALH)

und Angehörige

 

 

Dr. Henry Buhk,

Psychoonkologe (WPO)


Weitere Kontaktmöglichkeit

Psychosozialer Dienst

Dr. Henry Buhk (Psychoonkologe)

Telefon: 040 - 74 10 - 57617

Telefax: 040 - 74 10 - 55563

Mobil:    0152 - 2281 67 45

Email:   hbuhk@uke.de

Website:  www.uke.de

Weitere Informationen

Desweiteren gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Informationsangeboten, von denen wir ein paar zusammengestellt haben, die außerdem nützlich für Sie sein können.

 

Hier geht es zu den Links.

Zur Geschichte der Gruppe

Die Knochenmarktransplantation ist für Patienten ein langer und zumeist beschwerlicher Weg. Sie ist auch für Angehörige oft eine große Heraus-forderung. Diese Erfahrung machte auch Linda Ladwig, deren Mann im Jahr 2010 transplantiert wurde. Im Anschluss an ihren Vortrag auf dem Kongress LENA im März 2012 beim Workshop für Angehörige stellte sie die Überlegung in den Raum, dass die Gründung einer Angehörigengruppe erstrebenswert sei. Von Seiten der Ärzte der Interdisziplinären Klinik für Stammzelltranplantation war diese schon länger in Planung.

Am 18.10.2012 wurde die Gruppe unter der Leitung des Psychoonkologen Dr. Henry Buhk mit Frau Ladwig als Angehörige und PD Dr. Francis Ayuk als Mediziner ins Leben gerufen. In der Folge wurde die Gruppe regelmäßig bei der Beantwortung medizinischer Fragen von Ärzten der KMT-Station unterstützt. Zeitweise wurden auch Spezialisten aus angrenzenden Bereichen für einzelne Themen hinzugezogen.

Berichte von Angehörigen

Menschliche Zuwendung

Es gibt nur wenige Krankheiten, bei denen das Umfeld der Betroffenen so stark einbezogen wird wie bei Leukämiefällen. Zum Umfeld gehört in erster Linie der dem Kranken zugewandte Angehörige. Deshalb sind Angehörigentreffen nicht nur interessant und lehrreich für die den Patienten ernsthaft begleitenden Personen nach erfolgter Transplantation, sondern auch für Angehörige von Erkrankten, die vor der Frage stehen, das zweifelsohne vorhandene Risiko einer Transplantation in Facetten zu erkennen und ihr aus der damit gewonnenen Einstellung positiv oder aber auch negativ gegenüberstehen.

Bei der hier vorhanden Krankheit ist anders als bei sonstigen medizinischen Behandlungen eine besondere menschliche Zuwendung durch Psychohygiene notwendig, die in erster Linie vom betreuenden Angehörigen, weniger vom behandelnden Arzt erbracht werden kann, kennt er doch am besten die Verfassung des zu Betreuenden. Hier helfen also betroffene Angehörige auch Betroffenen.

 

Mir bringt das monatliche Angehörigentreffen mit den Erfahrungen anderer und die Beantwortung auftretender Fragen außerhalb medizinischer Sprechstunden Erkenntnisse, die umgesetzt auf die eigene Betreuungs-aufgabe ausgesprochen hilfreich sind und zur schnelleren und erfolgreichen Gesundung beitragen. Wenn dann noch zu diesen Treffen zur Klärung spezieller Fragen sich fach- und sachkundige Ärzte, auch im Diskurs zur Verfügung stellen, ist m.E. das Optimum einer erfolgreichen Behandlung erreicht.

                                                                                                                                  Friedhelm Frenzke

(entnommen aus: "Nachrichten"-Ausgabe März 2014)

Stammzelltransplantation

Fragen über Fragen kamen mir in den Sinn. Schnell wurde mir klar, dass es für mich alleine als Ehefrau schwer werden wird. Das UKE bietet einige Hilfestellungen. Die Angehörigengruppe der KMT besuchte ich das erste Mal, bevor mein Mann transplantiert wurde. Ich war aufgeregt. Die anderen Angehörigen haben mir zugehört, mir Zuversicht und Kraft gegeben. Ich konnte meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Ich war nicht allein und fühlte mich verstanden. Die Zuversicht und die Kraft haben mich für die Zeit vor der Transplantation Zuhause und für die Zeit im UKE gestärkt. Und auch jetzt, sieben Monate nach der Transplantation, gehe ich gerne in die Angehörigengruppe: zum Austauschen, zum Lachen und manchmal auch zum Weinen.

                                                                                                                                        Ellen Schlüter

(entnommen aus: "Nachrichten"-Ausgabe März 2014) 

Der gemeinsame Erfahrungsaustausch mit Angehörigen, dass andere ähnliche Sorgen haben, löst zwar nicht die individuellen Probleme, sie helfen aber bei ihrer Bewältigung und Relativierung der eigenen Schwierig-keiten. Die Erfahrung aus den bisher stattgefundenen Sitzungen hat mir gezeigt, wie gut es war, die Gruppe zu gründen.

                                                                                                                                          Linda Ladwig

(entnommen aus: "Nachrichten"-Ausgabe März 2014)

Umzug / KMT-Ambulanz!

ACHTUNG: Die KMT-Ambulanz im UKE wird Mitte Oktober 2017 in das Erdgeschoß (hinter der Information rechts) im gleichen Gebäude (O 24) umziehen.

Herbst-Nachrichten!

Ganz druckfrisch - die Herbst-Ausgabe der Nachrichten ist vor kurzem erschienen ... unter anderem mit bisher unveröffentlichen Fotos vom Sommerfest. Download

Sommerfest 2017!

Am 15. Juli fand wieder unser jährliches Sommerfest statt. Lesen Sie hier mehr und erfreuen Sie sich an den netten Aufnahmen dazu.

!!! Save the date !!!

Im nächsten Jahr findet unser 4. Hamburger Patientenkongress für Leben nach Stammzelltransplantation statt

(21./ 22. April 2018), zu dem Sie ganz herzlich eingeladen sind!

3.000,- Euro-Scheck!

Am 10. Juli 2017 spendete die Sparda-Bank Hamburg 3.000,- Euro an den Förderverein - lesen Sie hier mehr darüber.

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